Heute möchte ich mit Euch über ein Thema sprechen, das mich in den vergangenen Tagen immer wieder berührt hat.
Wenn Tiere aus unserem Leben gehen.
Überhaupt ist das Thema Tod wohl für Viele verbunden mit einer unfassbar traurigen Schwere und am liebsten blenden wir es aus.
Dazu erzähle ich Euch eine Geschichte….
Eines Morgens kam meine Tochter und sagte „Mama, im Keller sitzt eine Katze“ und sie war noch sehr klein.
Ein Anruf im Tierheim ließ mich wissen, dass sie auf niemandes Vermisstenliste stand und so durfte Nici bleiben.
Die Katze, die sich kurz nach Nikolaus im Keller fand.
Erst viele Jahre später ergab sich wie beiläufig, dass meine Tochter sie selbst dorthin gesetzt hatte, nachdem sie sie hatte vor Nachbarstüren schreien hören.
Und Nici war eine dieser Seelenkatzen, die uns durch alle Zeiten und Gezeiten begleiten, ein Leben lang.
Ich hatte mir immer gewünscht, sie würde 18 Jahre bleiben.
Und Nici blieb 18 Jahre, einen Monat und ein paar Tage.
Etwa einen Monat bevor sie ging, ließ sie mich wissen, es wäre bald an der Zeit…
Ich verbrachte Nächte mit ihr, bis es ihr wieder etwas besser ging, doch ich war vorbereitet….
Vorbereitet, dass der Moment kommen würde, dieses kleine, zarten Wesen ein Stück auf ihre letzte Reise zu begleiten.
Innerlich hatte ich sie darum gebeten, ebenso wie bei der Geburt ihrer Kinder, die sie in einer Nacht mit mir ins Leben brachte.
Und dann kamen diese letzten Tage. Ich verbrachte jede Minute mit ihr, die uns gegeben war.
Oft mit einem sanften rot-weißen Kater an unserer Seite, der wie ein leiser Engel in ihrer Nähe war.
Sie hatte das Essen eingestellt, der kleine Körper noch leichter als vorher. Ihr Platz am Kamin, in meine alte Weste gehüllt.
In diesen Momenten legte ich sie auf meinen Bauch, den Kopf an die Brust, hielt sie lange, ließ sie alles wissen, fühlen, was wichtig war.
Und dann kam der Tag, an dem ich beim Aufstehen wusste, …Sie hatte auf mich gewartet.
Ein letztes liebevolles Streicheln ihres zarten Körpers, der uns so lange gegeben war…und ich wusste, dass ich sie in diesem Moment liegen lassen sollte, eingekuschelt in meine alte Weste, damit sie bereit war…[…]
Es war der Moment, in dem Nici über ihre eigene Schwelle trat.
Ein friedvoller Moment, voller Tiefe, Nähe und berührender Intensität und ich war dankbar…
Für all die Jahre, die uns geschenkt waren, ihre Nähe und Vertrauen in so vielen besonderen Situationen und für diesen besonderen Moment mit seinen Tagen davor.
Tiere fühlen diesen Moment und wir tun es auch.
Es war ein natürlicher Weg und er gehörte zum Leben dazu.
Sie hatte gefühlt, angenommen und sich hingegeben. Friedlich. War gegangen. Und wir hatten einander alles geschenkt, was in diesem Leben möglich war.
Und ich danke ihr für diesen Moment, der ein sehr kostbarer in unserer Verbindung war.














