An diesen Abend schaue ich den Schnee, wie er leise durch die Nacht zu Boden fällt. Wärmendes Knistern flackert im Kamin, flauschige Katzen lungern schlafschnurrend auf dem Sofa vor sich hin.
Ein Buch liegt auf den zugedeckten Knien.
Eigentlich wollte ich bald in die Nachtruhe gehen. Und doch, ein Gedanke, ein Wort, das mich zieht, zu schreiben.
Gelassenheit. Wie können wir gelassen bleiben in all dem Treiben. Und treu, uns selbst und immer wieder neu
Was, wenn all die Geschichten, Bilder, die uns vielleicht erreichen, unsere Herzen auf‘s Innerste erweichen, einfach da sind, um unsere Gefühle zu erwärmen und berühren, auf dass wir uns erinnern, Menschen, Seele, dass wir alle Teile sind einer Erde?
Und doch uns selber treu. Dabei.
So Manches könnte uns aus unseren Bahnen, Gleisen werfen und tut es vielleicht, um uns zurück zu bringen, falls wir einen Umweg genommen, doch letztlich zu uns selbst geleiten.
Und irgendwann verstummen die Stimmen, Bilder, weil sie spüren, dass wir trotz und bei all dem gelassen bleiben. Gefestigt in uns selbst. Denn von dort können wir am meisten sein.
Schnee fällt vom Himmel, einfach gerade, lautlos und leicht. Egal, ob ihn ein Windhauch von der Seite beschleicht.
Es ist gewiss, dass er am Ende die Erde erreicht.
Isabelle Hassan, 15.02.2026


