Den heutigen Tag hatte ich hier mit einem Morgengruß aus meiner Küche begonnen. Linsen, einmal anders.
In meiner Kindheit kannte ich sie in Suppe. Seitdem ist viel Wasser durch unsere Flüsse geflossen und nun ist es meine eigene Küche, in der ich koche. Das Essen hat sich langsam, von innen heraus gewandelt, ein Meer an Möglichkeiten geschöpft und am Abend sitze ich ganz schlicht bei meinem Kleiner-Hunger-Dessert aus einem meiner letzten Posts, diesmal mit den Linsen variiert (siehe gerne heute Morgen), an selbst gekochtem Apfelmus. So süß und lecker, dass die paradiesische Frucht als solche zum Genuss kommt.
Und dann schaue ich das Leben. Es ist eine Komposition. Wir sind so viel, mehr als nur ein Einziges und doch sind wir Eins.
So lange wir leben schöpfen wir, aus uns selbst und der ewigen Quelle, die uns nährt und hält.
Und genau das ist das Leben. Es ist Schöpfung und Lebendigkeit. Es erhält uns selbst und die Welt.
Sei es in Form von Essen, Kunst, Musik oder was auch immer uns an dieser Stelle noch in unsere Herzen fällt und von dort aus in die Welt hinein fließt….
An diesem Abend sehe ich den Tag.
Was habe ich heute geschöpft? Aus welcher Quelle getrunken? Welchen Fluss habe ich genährt? Und was hat mich?
Was habe ich ge-lassen und mich so in Gelassenheit geübt?
Und dann bin ich wieder bei den Linsen. Heute sind sie wie das Leben,immer wieder neu.
Ich erinnere mich der Suppe und es scheint, als hielte ich mit ihnen eine Schale Glück in meiner Hand….
Isabelle 🩷



