Zafiras Katze – Vom Umgang mit Eurer Pfanzenwelt

Dieser Tage habe ich einem Gespräch unter Nachbarn gelauscht. Dabei ging es um die Frage, Obstbäume spritzen oder natürlich wachsen lassen.
Das hat mich dann doch so beschäftigt, dass ich mich erst mal in meine Höhle verkrochen habe, um mir ein Paar Gedanken darüber zu machen

Also jetzt mal Klartext: Ihr wollt schöne große Früchte in Eurem Garten, doch ohne dass die Tiere auch was davon haben dürfen. Lieber pflückt Ihr die letzte Kirsche vom Baum, bevor Euch die Vögel auch nur eine weg stiebitzen können. Trotzdem wollt Ihr, dass sie im Sommer und Winter für Euch singen und Eure Gärten mit ihrem bunten Gefieder erfreuen.

Ihr zerrt Eure Brennnesseln aus den Beeten, weil sie Euch vielleicht „verletzen“ könnten und Ihr sie für Unkraut haltet. Gleichzeitig, erwartet Ihr, dass sich viele Schmetterlinge in Euren Blüten tummeln – nur aufwachsen sollen sie bitteschön woanders.
Honig mögt Ihr gerne, doch wenn Ihr die Giftspritze auspackt, erwischt sie ebenso die Bienen, ganz zu schweigen von den Ameisen, die so emsig in Euren Gärten arbeiten , ohne überhaupt jemandem etwas zu Leide zu tun – und die, die ich hier nenne sind ja nur ein paar von den vielen Tieren, die sich in Eurem Garten ansiedeln und dort Ihr Zuhause finden wollen.

Das heißt konkret, Ihr wollt nehmen, ohne zu geben. Das Leben braucht ein Gleichgewicht und vielleicht sollt Ihr Euch, wenn die nächste „Plage“ Euren Garten überrollt, einfach einmal fragen, ob Ihr dieses Gleichgewicht eher stört, anstatt es aufrecht zu halten.
Lasst immer auch etwas für die Tiere im Garten zurück. Setzt einen Komposthaufen an oder lasst Euch etwas anderes nettes einfallen, womit Ihr der Natur für ihre Gaben dankt und die Tiere ebenfalls wissen lasst, dass Ihr sie wertschätzt und sie ihren Raum in Eurem Garten haben dürfen.

Teilt, anstatt auszubeuten. Denn so haben alle was davon.
In Liebe zu Euch Menschen
Manou